e-Bike und Pedelec – rechtliche Bestimmungen

Pedelec und rechtliche Bestimmungen

Pedelec (keine Helmpflicht!) steht für Pedal Electric Cycle und bezeichnet ein Fahrrad, das mit Muskelkraft und einem unterstützenden Elektromotor betrieben wird. Der Motor schaltet sich allerdings nur zu, wenn die Pedale getreten werden. Die Unterstützung des Motors darf maximal bei 250 Watt liegen und die Geschwindigkeit muss auf 25 km/h begrenzt sein. Diese Bedingungen haben rechtliche Hintergründe: Nur unter diesen Voraussetzungen ist ein Pedelec einem Fahrrad gleichgestellt und ist beispielsweise nicht extra versicherungspflichtig. Wie bei einem Fahrradfahrer gilt auch für den Fahrer eines Pedelecs, dass er den Radweg benutzen muss, wenn er benutzt werden kann und ein blauer Radweg-Schild dazu verpflichtet. An einem Pedelec können ohne Probleme Anhänger angebracht werden, um Kinder zu transportieren. In geeigneten Kindersitzen dürfen Kinder bis zu sieben Jahren mitgenommen werden.

S-Pedelec und rechtliche Bestimmungen

S-Pedelecs (Helmpflicht!) sind ebenfalls Pedelecs, mit dem Unterschied, dass sie ihre Motorunterstützung nicht schon bei 25 km/h abschalten, sondern erst bei einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Der Motor darf maximal 500 Watt haben. S-Pedelecs sind ebenfalls, wie E-Bikes, rechtlich keine Fahrräder, sondern Kleinkrafträder. Fahrer müssen ein Versicherungskennzeichen anbringen und brauchen einen Mofa-Führerschein oder einen normalen Führerschein. Zudem besteht seit 2013 eine Helmpflicht. Mit einem S-Pedelec dürfen keine Radwege befahren werden und es dürfen auch keine Kindersitze oder Anhänger am Rad befestigt werden. Die Versicherung für ein S-Pedelec kostet ca. 70 € pro Jahr und hat den Vorteil, dass Sie direkt auch eine Diebstahlversicherung haben.

e-Bikes und rechtliche Bestimmungen

– Alle e-Bikefahrer müssen auf Wege verzichten, wo ein Schild das Befahren mit Motorkrafträdern verbietet.
– Alle e-Bikefahrer unterliegen den selben Promillegrenzwerten, wie Autofahrer.
– An e-Bikes dürfen keine Anhänger angebracht werden.

Ein e-Bike bezeichnet ein Elektrorad, das unabhängig von der Trittleistung des Fahrers eingesetzt werden kann. Meistens gibt es einen Gashebel oder einen Beschleunigshebel. Bei e-Bikes werden drei Unterscheidungen gemacht:

  • e-Bike bis 20 km/h: Es fällt in die Kategorie Leichtmofa, erfordert ein Mindestalter von 15 Jahren, einen Mofaführerschein und ein Versicherungskennzeichen. Der Motor hat maximal 500 Watt. Es besteht keine Helmpflicht und Fahrer sind von der Pflicht, einen Radweg zu benutzen ausgenommen
  • e-Bike bis 25 km/h: Rechtlich gesehen handelt es sich um ein Mofa. Der Fahrer muss einen Helm tragen und mindestens 15 Jahre alt sein, sowie einen Mofaführerschein haben. Hier besteht ebenfalls die Pflicht, ein Versicherungskennzeichen am E-Bike anzubringen.
  • e-Bike bis 45 km/h: Hier handelt es sich um ein Kleinkraftrad. Fahrer benötigen den Führerschein der Klasse M und müssen mindestens 16 Jahre alt sein. Es muss ein geeigneter Helm getragen werden. Fahrradwege dürfen nicht benutzt werden, wenn diese nicht mit dem Zusatz “Mofas frei” gekennzeichnet sind. Auch an diesem E-Bike muss ein Versicherungskennzeichen angebracht werden.